Empfangskonzepte, Systeme, Komponenten

Historisch betrachtet wurden in der Vergangenheit etliche, technisch sehr unterschiedliche Empfangskonzepte erdacht und erfolgreich angewendet. Diese Vielfalt ist auf verschiedene Faktoren als Auslöser zurückzuführen. Zum Beispiel wurde im Laufe der technischen Entwicklung ab der Mitte des letzten Jahrhunderts die bis dorthin verfügbare Röhrentechnik durch die in vielerlei Hinsicht für den jeweiligen Zweck geeigneteren Halbleiter-technologien abgelöst. Gleichzeitig wurden auf Grund größerer und empfindlicherer Empfangssysteme immer neue kosmische Radioquellen entdeckt. Dabei mussten die Eigenschaften der vielfältigen Entstehungs- prozesse, welche zu der auf der Erde detektierbaren Radiostrahlung führen sehr genau verstanden werden. Das führte zu Empfängerkonzepten wie zum  Beispiel Total-Power Systemen mit unterschiedlichen Bandbreiten zum Empfang von unterschiedlichen Strahlungsarten. Pulsare erfordern wiederum ein eigenes System-Konzept mit großen Antennenaperturen. Heute werden für das Satellitenfernsehen oder auch für den Amateurfunk brauchbare Empfänger angeboten, die eine relativ einfache Detektion der stärksten Radiostrahler im Kosmos zulassen ohne gleich fünfstellige Budgets dafür planen zu müssen.

 

Allerdings ist es unumgänglich auch bei preiswerten und vor allem bei Komponenten aus zweiter oder dritter Hand deren physikalische Eigenschaften in Bezug auf das Experiment tatsächlich ganz genau zu kennen.  

 

Beispielsweise ist es nicht ohne Bedeutung bezüglich der Empfindlichkeit eines 11 GHz Empfangssystems verschieden große Parabolreflektoren jeweils mit einem handelsüblichen SAT-TV-LNB zu bestücken. Diese sind für flache Reflektoren mit Durchmessern von 80cm  optimiert. Beim Einsatz dieser angepassten LNBs an Reflektoren mit einem anderen Durchmesser oder einem anderen Verhältnis f/D verlieren die so aufgebauten Systeme deutlich an Wirkungsgrad, was zur Minderung der Empfindlichkeit beiträgt.

 

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