H.C. van de Hulst        

        

Hendrik Christoffel van de Hulst  

geboren am 19. November 1918 in Utrecht, gestorben am 31. Juli 2000 in Leiden, war ein bedeutender niederländischer Astrophysiker.

 

Van de Hulst berechnete 1944 theoretisch das Vorhandensein der Radiostrahlung aus der 21 cm Spektrallinie des neutralen Wasserstoffs im interstellaren Medium. Die Entstehung von Strahlung mit dieser Spektralline wird als spezieller Fall der Dynamik von Energieniveaus in der Hyperfeinstruktur von Atomen betrachtet. Sie kommt durch das "Umkippen" des Elektonenspin (Spin-Flip) in einem kalten, also nicht angeregten Wasserstoffgas aus ungebundenen Wasserstoff-Atomen (1 Proton, 1 Elektron) zustande. 1951 wurde diese Strahlung unabhängig von einander von mehreren Radioobesvatorien nachgewiesen.  

 

Van de Hulst wurde 1952 Professor an der Universität von Leiden.

 

Neben Forschungen auf dem Gebiet der Radioastronomie lieferte er wertvolle Beiträge zum Verständnis der Lichtstreuung an kleinsten Teilchen, sowie zum Wesen der Sonnenkorona und der interstellaren Materie. 

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Das Erlebnis den Nachweis der Spektrallinie des neutralen Wasserstoffs eigenhändig nachzuvollziehen stellte über etliche Jahre eine große Herausforderung für den Autor dar. Das eigene Erfahren und Erkennen universeller Zusammenhänge ist durch nichts zu ersetzen. Der eindeutige Beweis für die 21cm Spektrallinie und deren Dopplershift konnte schließlich nach dem Umzug mit einer neuen, für diese Zwecke optimierten Empfangsanlage geführt werden.      

 

    

 

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